Gewerbesteuer-Rechner 2026

Ermitteln Sie die Höhe Ihrer Gewerbesteuer basierend auf Ihrem Gewinn, dem Freibetrag für Personengesellschaften und dem Hebesatz Ihrer Gemeinde.

Gewerbedaten eingeben

Gewinn, Rechtsform und Gemeinde-Hebesatz

Der Gewinn wird gemäß § 11 GewStG automatisch auf volle 100 Euro abgerundet.
Zu zahlende Gewerbesteuer 2026 Berechnet
3.570,00
Effektiver Steuersatz: 7,14 % vom Gewinn

Berechnungsschritte

Gewerbeertrag (abgerundet)50.000
Abzüglich Freibetrag- 24.500
Verbleibender Ertrag25.500
Steuermessbetrag (3,5 %)892,50
Gewerbesteuer (400 %)3.570,00
Steueranrechnung: Bei Einzelunternehmen wird die Gewerbesteuer bis zum 4,0-fachen des Steuermessbetrags pauschaliert auf die Einkommensteuer angerechnet.
Berechnungen erfolgen zu 100 % lokal in Ihrem Browser.

Die wichtigste Steuerquelle der Gemeinden

Die Gewerbesteuer (GewSt) ist für die Städte und Gemeinden in Deutschland die bedeutendste eigene Einnahmequelle. Mit ihr werden beispielsweise die örtliche Infrastruktur, Schulen oder Straßen finanziert.

Da jede Kommune ihren eigenen sogenannten Hebesatz festlegen darf, entsteht ein Steuerwettbewerb. Ein Unternehmen in einer Stadt mit einem Hebesatz von 490 % zahlt deutlich mehr Gewerbesteuer als ein identisches Unternehmen im Nachbarort mit 350 %.

1. Anrechnung auf die Einkommensteuer (§ 35 EStG)

Die Gewerbesteuer ist für Einzelunternehmen und Personengesellschaften (wie GbR oder OHG) zwar oft im ersten Moment ein großer Ausgabenblock, jedoch greift hier ein wichtiger Entlastungsmechanismus: Die Steuerermäßigung bei Einkünften aus Gewerbebetrieb (§ 35 EStG).

Das Finanzamt rechnet das bis zu Vierfache (Faktor 4,0) des festgesetzten Gewerbesteuer-Messbetrags pauschaliert auf die private Einkommensteuer des Inhabers oder der Gesellschafter an. Liegt der kommunale Hebesatz bei genau 400 Prozent, wird die Gewerbesteuer de facto vollständig über die Einkommensteuererstattung ausgeglichen.

Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG, AG) gilt diese Anrechnung nicht. Die Gewerbesteuer stellt für sie eine definitive Steuerbelastung dar. Dafür profitieren sie von einem festen, pauschalen Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag).

2. Gesetzliche Grundlagen & Quellen

§ 11 Abs. 1 GewStGFreibetrag von 24.500 EuroNatürliche Personen (Einzelunternehmer) und Personengesellschaften haben jährlich einen Freibetrag in Höhe von 24.500 Euro.Hier ansehen
§ 11 Abs. 2 GewStGSteuermesszahl von 3,5 %Für alle Unternehmen gilt bundeseinheitlich eine Steuermesszahl von 3,5 Prozent auf den Gewerbeertrag.Hier ansehen

3. Passende Verwandte Rechner & Tools

Körperschaftsteuer-Rechner

Steuern für GmbH, UG und Kapitalgesellschaften berechnen.

Zum Rechner
AfA-Abschreibungsrechner

Abschreibung über die BMF-Nutzungsdauer & GWG ermitteln.

Zum Rechner
Umsatzsteuer-Rechner

Mehrwertsteuer 19% / 7% heraus- und aufrechnen.

Zum Rechner

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer muss Gewerbesteuer zahlen?
Alle gewerblichen Unternehmen in Deutschland unterliegen der Gewerbesteuer. Ausgenommen sind lediglich Freiberufler (wie Ärzte, Anwälte, Journalisten) sowie Land- und Forstwirte. Personengesellschaften (z. B. GbR, OHG) und Einzelunternehmen zahlen Gewerbesteuer, wenn ihr Gewerbeertrag den Freibetrag von 24.500 Euro übersteigt. Kapitalgesellschaften (z. B. GmbH, UG) zahlen ab dem ersten Euro Gewinn Gewerbesteuer.
Wie wird die Gewerbesteuer berechnet?
Die Basis ist der Gewerbeertrag (Gewinn). Bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften wird davon zunächst ein Freibetrag von 24.500 Euro abgezogen. Der verbleibende Betrag wird auf volle 100 Euro abgerundet und mit der Steuermesszahl von 3,5 Prozent multipliziert. Das Ergebnis ist der Steuermessbetrag. Dieser wird schließlich mit dem Hebesatz der jeweiligen Gemeinde multipliziert, um die tatsächliche Steuerlast zu ermitteln.
Was ist der Gewerbesteuer-Hebesatz?
Der Hebesatz ist ein Prozentsatz, den jede Gemeinde in Deutschland selbst festlegt. Er bestimmt maßgeblich, wie hoch die Gewerbesteuer am Standort ausfällt. Gesetzlich ist ein Mindesthebesatz von 200 Prozent vorgeschrieben. In ländlichen Regionen liegt er oft zwischen 300 und 400 Prozent, in Großstädten wie München oder Frankfurt am Main oft deutlich über 450 Prozent.