Gesetzliche Krankenversicherung · § 47 SGB V

Krankengeld-Rechner 2026: Höhe und Auszahlung berechnen

Schätzen Sie das Krankengeld nach Ende der Entgeltfortzahlung. Der Rechner zeigt nicht nur die Auszahlung, sondern auch, welche gesetzliche Grenze das Ergebnis bestimmt.

70-/90-Prozent-RegelBerechnung lokalAbzüge einzeln

Angaben aus der Lohnabrechnung

Regelmäßiges Entgelt vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit

Das Netto entnehmen Sie am besten der letzten vollständigen Abrechnung. Der Rechner ermittelt es nicht erneut aus der Steuerklasse.

Ergebnis verstehen

Was bedeuten diese Zahlen?

Aus 3.000,00 € Brutto und 2.060,00 € Netto ergibt sich zunächst ein tägliches Krankengeld von 61,80 €. Nach Beiträgen zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung bleiben geschätzt 1.624,10 € für 30 Kalendertage.

90-Prozent-Grenze

Der niedrigste gesetzliche Vergleichswert begrenzt das Krankengeld. Dadurch ersetzt es das vorherige Netto nie vollständig.

Keine Lohnsteuer

Von der Auszahlung wird keine Lohnsteuer einbehalten. Krankengeld unterliegt jedoch regelmäßig dem Progressionsvorbehalt in der Einkommensteuererklärung.

Kalendertage

Krankengeld wird kalendertäglich berechnet. Für einen vollen Monat rechnet die Krankenkasse typischerweise mit 30 Tagen.

Der Rechner bildet den Regelfall eines gesetzlich versicherten Arbeitnehmers mit festem Monatslohn ab. Stundenlohn, mehrere Beschäftigungen, Kurzarbeit, Elternzeit oder besondere Einmalzahlungen können eine individuelle Kassenberechnung erfordern.

Was der Krankengeld-Rechner abbildet

Die Grundlage ist der letzte vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit abgerechnete Entgeltzeitraum. Bei einem festen Monatsgehalt wird das laufende Brutto und Netto auf Kalendertage umgerechnet. Beitragspflichtige Einmalzahlungen der letzten zwölf Monate können über einen täglichen Hinzurechnungsbetrag berücksichtigt werden.

70 Prozent Brutto, höchstens 90 Prozent Netto

Beide Werte werden unabhängig berechnet. Der niedrigere Betrag begrenzt das tägliche Krankengeld. Zusätzlich darf der Betrag das regelmäßige kalendertägliche Netto nicht überschreiten und das beitragspflichtige Brutto wird höchstens bis zur Krankenversicherungs-Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Diese beträgt 2026 monatlich 5.812,50 Euro.

Warum die Auszahlung niedriger ist

Vom Brutto-Krankengeld gehen keine Beiträge zur Krankenversicherung ab. Beschäftigte beteiligen sich aber regelmäßig an der Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Kinderlosenzuschlag und Beitragsabschläge für mehrere Kinder können den Pflegeversicherungsanteil verändern.

Grenzen der Online-Berechnung

Variable Stundenlöhne, mehrere Arbeitgeber, Kurzarbeit, Sachbezüge und Einmalzahlungen mit besonderer beitragsrechtlicher Behandlung können den Bemessungszeitraum verändern. Der Rechner ist für einen prüfbaren Regelfall gedacht; verbindlich bleibt der Bescheid der Krankenkasse.

Offizielle Grundlagen

Bundesministerium der Justiz§ 47 SGB VHöhe, 70-/90-Prozent-Grenze und BemessungszeitraumHier ansehen
BundesregierungSozialversicherungsgrößen 2026Beitragsbemessungsgrenze der KrankenversicherungHier ansehen

Häufige Fragen zum Krankengeld

Wie hoch ist Krankengeld?

Es beträgt grundsätzlich 70 Prozent des beitragspflichtigen regelmäßigen Bruttoentgelts, höchstens 90 Prozent des maßgeblichen Nettoentgelts. Weitere gesetzliche Obergrenzen sind zu beachten.

Welche Abzüge gibt es vom Krankengeld?

Versicherte tragen regelmäßig Anteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Ein eigener Krankenversicherungsbeitrag wird vom Krankengeld nicht abgezogen.

Ab wann zahlt die Krankenkasse?

Bei Arbeitnehmern beginnt die Zahlung im Regelfall nach dem Ende der sechswöchigen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber. Sonderfälle können abweichen.

Ist Krankengeld steuerfrei?

Es wird nicht direkt besteuert, unterliegt aber regelmäßig dem Progressionsvorbehalt und kann dadurch den Steuersatz auf andere steuerpflichtige Einkünfte erhöhen.