Was dieser Rentenrechner berechnet
Der Rechner setzt die offizielle Rentenformel für eine gesetzliche Altersrente in ein verständliches Szenario um. Ausgangspunkt sind die Entgeltpunkte aus Ihrer letzten Renteninformation. Für die Zeit bis zum gewählten Rentenbeginn wird unterstellt, dass Sie pro Jahr ungefähr so viele Entgeltpunkte sammeln wie nach Ihrem heutigen Verhältnis zum Durchschnittsentgelt.
Die Rentenformel
Die monatliche Bruttorente ergibt sich aus Entgeltpunkten × Zugangsfaktor × aktuellem Rentenwert × Rentenartfaktor. Für eine Altersrente beträgt der Rentenartfaktor 1,0. Der im Rechner hinterlegte aktuelle Rentenwert liegt bundeseinheitlich bei 42,52 €.
Das eigene beitragspflichtige Einkommen wird für jedes Jahr mit dem Durchschnittsentgelt aller Versicherten verglichen.
Er berücksichtigt einen möglichen Abschlag bei vorzeitigem Beginn oder Zuschlag beim späteren Bezug.
Er bestimmt, wie viel ein Entgeltpunkt aktuell als monatliche Bruttorente wert ist.
Wie entstehen Entgeltpunkte?
Im verwendeten Datenpaket beträgt das vorläufige Durchschnittsentgelt 51.944 Euro. Wer im Jahr genau dieses rentenversicherungspflichtige Brutto erzielt, erhält rechnerisch einen Entgeltpunkt. Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze von 101.400 Euro entstehen keine zusätzlichen Punkte; maximal sind damit rund 1,9521 Punkte erreichbar.
Warum der Hauptbetrag in heutigem Rentenwert erscheint
Künftige Rentenanpassungen sind nicht sicher vorhersehbar. Ein großer nominaler Betrag in zwanzig oder dreißig Jahren sagt außerdem wenig über seine spätere Kaufkraft. Deshalb basiert das Hauptergebnis auf dem heute geltenden Rentenwert. Eine frei wählbare jährliche Anpassung zeigt der Rechner nur daneben als gekennzeichnetes Zukunftsszenario.
Früher oder später in Rente
Bei einer vorzeitig in Anspruch genommenen Altersrente sinkt der Zugangsfaktor grundsätzlich um 0,3 Prozent je Monat, höchstens um 14,4 Prozent. Wer die Regelaltersrente trotz erfüllter Wartezeit später beansprucht, erhält 0,5 Prozent Zuschlag je Monat. Ein gewähltes Alter allein begründet jedoch noch keinen Anspruch: Für vorgezogene Renten gelten zusätzliche Versicherungszeiten und je nach Rentenart weitere Voraussetzungen.
Was in der Schätzung nicht enthalten ist
Der Lebenslauf eines Versicherungskontos ist komplexer als eine Hochrechnung. Kindererziehungs- und Pflegezeiten, Arbeitslosigkeit, Krankheit, freiwillige Beiträge, Versorgungsausgleich, Grundrentenzuschlag sowie besondere Regeln für Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrenten sind nicht modelliert. Ebenso zeigt der Rechner eine Brutto- und keine Nettorente.
Offizielle Grundlagen
Formel und Rechengrößen
Häufig gestellte Fragen
Wo finde ich meine bisherigen Entgeltpunkte?
In der jährlichen Renteninformation steht die bisher erworbene Rentenanwartschaft. Für eine belastbarere persönliche Hochrechnung sollten Sie diese Unterlage verwenden, statt frühere Gehälter pauschal nachzubauen.
Ist das Ergebnis meine spätere Nettorente?
Nein. Angezeigt wird eine geschätzte Bruttorente. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie eine mögliche Einkommensteuer hängen von Ihrer späteren persönlichen Situation ab.
Ersetzt der Rechner die Renteninformation?
Nein. Die Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung basiert auf Ihrem tatsächlichen Versicherungskonto und ist für die persönliche Planung maßgeblicher als diese allgemeine Szenariorechnung.