38,4 Entgeltpunkte: Wie viel gesetzliche Bruttorente ist das 2026?
In einer Renteninformation stehen mehrere Monatsbeträge nebeneinander. Thomas möchte deshalb nicht nur einen Endbetrag ablesen, sondern verstehen, was seine bisher erworbenen 38,4 Entgeltpunkte beim aktuellen Rentenwert bedeuten.
„In meiner aktuellen Renteninformation finde ich 38,4 Entgeltpunkte. Kann ich diese einfach mit dem Rentenwert multiplizieren, und wie viel Rente wäre das im Jahr 2026?“
- Thomas
Die kurze Antwort
Bei einer regulären Altersrente ohne Zu- oder Abschlag ergeben 38,4 Entgeltpunkte mit dem seit 1. Juli 2026 geltenden Rentenwert von 42,52 Euro rechnerisch 1.632,77 Euro monatliche Bruttorente.
Dieser Betrag bewertet nur die vorhandenen Punkte mit dem aktuellen Rentenwert. Er ist weder die spätere Nettorente noch automatisch derselbe Betrag wie die hochgerechnete Regelaltersrente in der Renteninformation. Dort können weitere Beiträge bis zur Regelaltersgrenze bereits modelliert sein.

So werden 38,4 Entgeltpunkte in Bruttorente umgerechnet
Die Rentenformel lautet: Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × aktueller Rentenwert × Rentenartfaktor. Für eine reguläre Altersrente ohne Abschlag sind Zugangs- und Rentenartfaktor jeweils 1,0.
Bisheriger Anspruch oder hochgerechnete Regelaltersrente?
Die Renteninformation zeigt typischerweise nicht nur die bisher erreichte Anwartschaft. Sie enthält außerdem eine Hochrechnung der Regelaltersrente, wenn Beiträge ungefähr wie im Durchschnitt der letzten Jahre bis zur Regelaltersgrenze weitergezahlt werden. Dieser Zukunftsbetrag kann deshalb höher sein als die reine Umrechnung der bereits vorhandenen Punkte.
Auch der verwendete Rentenwert kann sich unterscheiden. Im ersten Halbjahr 2026 betrug er 40,79 Euro; seit 1. Juli 2026 sind es 42,52 Euro. Ein älteres Schreiben kann daher trotz unveränderter Entgeltpunkte einen anderen Eurobetrag ausweisen.
Was passiert bei einem früheren Rentenbeginn?
Beginnt eine geeignete Altersrente vor der maßgeblichen Altersgrenze, reduziert sich der Zugangsfaktor grundsätzlich um 0,3 Prozent je vorgezogenem Monat. Bei 24 Monaten wären das 7,2 Prozent und ein Zugangsfaktor von 0,928.
Mit denselben 38,4 Punkten ergäbe das im reinen Modell etwa 1.515,21 Euro brutto statt 1.632,77 Euro. Ob Thomas eine vorgezogene Altersrente beanspruchen kann, hängt jedoch von der Rentenart und den anrechenbaren Versicherungszeiten ab. Ein frei gewähltes Alter allein begründet keinen Anspruch.
Warum 1.632,77 Euro nicht der Auszahlungsbetrag sind
Die Rechnung endet bei der monatlichen Bruttorente. Bei gesetzlich krankenversicherten Rentnern können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen werden. Ob zusätzlich Einkommensteuer anfällt, hängt unter anderem vom Rentenbeginn, dem persönlichen Rentenfreibetrag und weiteren Einkünften ab.
- Entgeltpunkte und prognostizierte Monatsrente im Schreiben auseinanderhalten.
- Datum des Schreibens und den damals geltenden Rentenwert prüfen.
- Gewünschten Rentenbeginn einschließlich möglicher Abschläge einsetzen.
- Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Steuer nicht als bereits enthalten betrachten.
- Bei fehlenden Versicherungszeiten eine Kontenklärung veranlassen.